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Erwin Bohatsch Herbert Brandl Jakob Gasteiger Hans Grosch Ahmet Oran Arthur Salner Hubert Scheibl Josef Schwaiger Walter Vopava
Die Ausstellung Abstrakte Malerei führt
in einem vielseitigen Spektrum die aktuelle
Situation der ungegenständlichen Malerei in
Österreich vor. Die Tendenzen reichen von
expressiv orientierten Tendenzen mit
Schwerpunkt auf dem Malprozess per se, über
monochrome Farbfelder bis hin zu geometrisch
konstruktiven Bildkonzeptionen.
Die
abstrakte Malerei ist in der heutigen
internationalen Kunstszene ein Kapitel, das
fortlaufend spannende und Impuls gebende
Ergebnisse auf dem Tableau erzielt. Trotz
des oftmaligen Todestoßes des Tafelbildes,
der mit dem Thema der Abstraktion – also der
Analyse bis zur Auslöschung – eng verbunden
ist, hat das abstrakte Gemälde immer wieder
Renaissancen erlebt. Besonders in Österreich
treffen wir auf essenzielle Positionen, die
zur Speerspitze der heutigen
Malereisituation zu zählen sind. Ihr
Abstraktionsbegriff ist vielfältig:
Herbert
Brandls Gemälde basieren auf dem reinen
malerischen intuitiven Agieren des
Künstlers, der in seinen monumentalen
Farbfeldern „Erinnerungsfetzen“ von Natur
einfließen lässt, ob Licht, Raum, Horizont,
Panorama. Auch bei Hubert Scheibl, Walter
Vopava und Arthur Salner spielt Raum und
luminöse Präsenz von Farbe eine große Rolle.
Bei Hubert Scheibl sind es mehr die
durch Fotografie und Video inspirierten
Illusionen von räumlicher Wahrnehmung, bei
Walter Vopava der mächtige Bildraum
per se, der in Hell-Dunkel, Masse und
Transparenz ausgelotet wird. Arthur
Salner lässt geometrisierende dunkle
Formen auf dem sphärischen Bildgrund
schweben. Ahmet Oran und Erwin Bohatsch
tendieren stärker in die Monochromie.
Während Erwin Bohatsch sensible
Farbräume am Rande des Verschwindens
sensibel malerisch umsetzt, malt Ahmet
Oran stille meditativ anmutende
Introspektionen des transzendentalen Raums.
Jakob Gasteigers Bilder changieren
zwischen monochromer Malerei und
minimalistischem Objekt. Mit einem breiten
Kamm zerfurcht er die Farbmaterie und
erzielt dadurch gleichmäßige Strukturen auf
der Oberfläche. In den neueren Arbeiten
wendet sich Gasteiger vermehrt der
geschütteten Farbe auf dem Bildträger zu,
prozessual bedingte Malvorgänge zwischen
grafischer und malerischer Qualität. Hans
Grosch betreibt eine mehr konstruktiv
geometrische Bildsprache – sensible Balancen
zwischen Linie und Fläche, Figur und Grund
in seriellen Abfolgen. Josef Schwaiger
nimmt eine auf Experiment und Analyse
orientierte malerische Haltung im abstrakten
Spektrum ein. Farbwahl, Pinselduktus, Ablauf
von der Grundierung bis zum vollendeten Bild
sind streng vorgegeben.
Florian
Steininger
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Erwin Bohatsch o.T., 2004, Acrylharz/L. 95 x 70 cm Courtesy: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck
Herbert Brandl o.T., 2004, Öl/L. 40 x 60 cm Courtesy: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck |
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Jakob Gasteiger o.T., 2005, Acryl und Lack/L. 110 x 85 cm Courtesy: the artist |
Hubert Scheibl Once B., 2003/04, Öl/L. 116 x 90 cm Courtesy: the artist
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